KARPACZ

Im Riesengebirge am Fuß der Schneekoppe liegt Karpacz, eine typische Berggemeinde.
Die Stadt wurde im Lomnitz-Tal gegründet, die obere Gemeinde Karpacz Górny windet sich entlang einer in Serpentinen ins Gebirge führenden Straße. Eng verknüpft ist die Geschichte der Stadt mit der touristischen Erschließung des Riesengebirges. Hier ist nicht nur der Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen ins Riesengebirge, sondern eine rund dreimonatige Schneedecke sorgt für ideale Bedingungen für den Ski- und Wintersport.
Besonderheit des Ortes ist die Norwegische Stabkirche „Wang“ aus dem 12/ 13. Jahrhundert, die nach traditionellen Mustern des skandinavischen Sakralbauwesens gebaut, die in ihrer Heimat vom Abbruch bedroht mit Unterstützung des preußischen Königs in Karpacz Górny wieder aufgebaut wurde. Am wertvollsten sind die Masten und Portale, deren Flechtwerk symbolische Darstellungen von geflügelten Drachen, Gesichtern und Löwen enthalten.
Ebenfalls in Karpacz Górny befindet sich das Städtische Spielzeugmuseum mit einer umfangreichen Sammlung in speziell entworfenen und handbemalten Schaukästen. Und nicht zu vergessen ist das Museum für Sport und Touristik des Riesengebirges im Zentrum von Karpacz in einer Berghütte.

Tipp: Bergbaude Samotnia und Maly Sław. Auf der blauen Wanderroute gelangt man vorbei an der Kirche Wang und Enzianfeldern zu einem der malerischsten Plätze im Riesengebirge, dem Tal des Maly Sław (Kleiner Teich) mit der Baude „Samotnia“. (Fußweg 1,50 Stunden) Diese in den polnischen Bergen älteste Baude liegt am Ufer des Kleinen Teiches in 1195 m Höhe ü.d.M. und ist im Stil einer Gebirgshütte erbaut. Der MaIy Sław ist der zweitgrösste Teich im Riesengebirge und reicht bis in 7 m Tiefe. Weiter führt der blaue Wanderweg steil nach oben bis zum Śląski Dom (Schlesierhaus) und auf die Schneekoppe. Es lohnt sich, ab und zu innezuhalten und die herrliche Aussicht zu geniessen.

Tipp: Lohnenswert ist eine Wanderung entlang des Kocioł Łomnica zur Schneekoppe (5 Stunden, anspruchsvoll). Ein wilder Wasserfall ist in der Nähe der unteren Seilbahnstation zur Kopa gelegen, an dieser Stelle staut sich das Wasser des Łomnica. Besonders im Sommer erfrischt das nebelsprühende Bergwasser. Die Markierung (roter Querstrich) führt nun zum Eingang in den Nationalpark. Auf breiten Wegen geht es durch den Wald. Nach kurzer Rast in der Schronisko nad t.omniczka (Melzergrundbaude) geht es auf steinigen Pfaden zwischen Krummholz und Beerensträuchern im Kocioł Łomnicki (Melzergrund) aufwärts. Vorbei an Geröllhalden am Nordhang der Schneekoppe und am Wodospad Łomnicy, einem Wasserfall, geht es serpentinenartig zum Hauptkamm. Zwei mögliche Wege führen jetzt zur Schneekoppe, der steile Freundschaftsweg mit herrlichem Ausblick in den Riesengrund oder der bequeme Jubiläumsweg. Der Weg zurück nach Karpacz kann mit Hilfe des Sesselliftes abgekürzt werden. Kürzer und weniger anspruchsvoll wird die Wanderung auch, wenn man vom Schronisko nad Śnieżka (Ślaski Dom, Schlesierhaus) direkt wieder ins Tal wandert.

Der Rabenfelsen
ist ein 25 m hohes Felsmassiv, am Ufer des Płomnica gelegen und aus Granitgneis mit Einschlüssen seltener Mineralien. Nach Abbauversuchen blieben zwei künstliche Felsenhöhlen erhalten. Heute ist der Rabenfelsen ein Klettergebiet und bietet von oben eine Fernsicht bis zur Schneekoppe. Zum Rabenfelsen wandern in Richtung Skalne Osiedle, ins Tal des Płomnica.

Kirche Wang/ Kościólek Wang
norwegische Holzkirche aus dem 12.Jahrhundert, verbindet Elemente der romanischen und nordischen Tradition.

Stadtmuseum für Sport und Touristik
Ausstellung zu Entwicklung von Sport, Touristik und Naturschutz in der Region DoInośląskie

Städtisches Spielzeugmuseum
mit einer umfangreichen Sammlung weltweiter Spielzeuge und Puppen aus den letzten 200 Jahren

Meteorologisches Museum auf der Schneekoppe

Karkonoski Park Narodowy/ (Nationalpark Riesengebirge)

Übernachtung

Liczyrzepa



zurück zur Übersicht
nächste Stadt
Klodzko