PRZEMYŚL

An der Grenze zur Ukraine liegt die tausendjährige Stadt Przemyśl, idyllisch an den Ufern des San gelegen und terrassenförmig den Hang hinauf gebaut. Die Stadt war aufgrund ihrer Lage zwischen Ost und West schon immer ein Ort großer militärstrategischer Bedeutung und Mittelpunkt von Überfällen, Konflikten und internationalen Spannungen. Erst 1341 endgültig polnisch geworden, war sie in ihrer Blütezeit im 16. Jh. Sitz dreier Bischöfe: eines polnischen römisch-katholischen, eines griechisch-katholischen und eines orthodoxen. Mit der polnischen Teilung im 19. Jh. wurde Przemyŝl zur größten Festung der österreichisch-ungarischen Monarchie ausgebaut. Im ersten Weltkrieg spielte die zweimal belagerte Stadt eine Schlüsselrolle, vergleichbar mit Verdun. Während des kalten Krieges war sie Ort reger Spionagetätigkeit. Von den vielen einstmals in der Stadt lebenden Minderheiten (Ukrainer, Tataren, Kosaken, Ungarn, Siebenbürgen, Juden und Deutsche) sind heute einzig die Ukrainer geblieben. Das schwierige Verhältnis zwischen Ukrainern und Polen zeigt der Umgang mit der Karmeliterkirche. Die seit 1784 den Unierten als Kathedrale dienende Kirche wurde während der "Aktion Weichsel" 1947 der katholischen Kirche übergeben. 1990, als der Papst die Kirche als Zeichen der Wiedergutmachung den Unierten zurückgeben wollte, wurde sie kurzerhand von Katholiken besetzt und alles demontiert, was an den unierten Glauben erinnerte, darunter auch die byzantinische Kuppel. Eine intakte Altstadt mit viele Kirchen, voran die Kathedrale und die heute als Stadttheater genutzte Burg laden zum Spaziergang ein. Berühmt ist die Stadt für die hier gefertigten Pfeifen und Glocken, deren einmalige Sammlung sich im Uhrturm, dem Kirchturm einer ehemaligen orthodoxen Kirche, befindet.

Ein Fort
Schloss Krasiczyn
Pfeiffe von Zbigniew Bednarczyk
Glocken- und Pfeiffen-Museum
Franziskanerkirche
Nationalmuseum
Marktplatz
Griechisch-katholische Erzkathedrale
Karmeliterkirche
Burg
Park Krajobrazowy Pogorza Przemyskiego
Hotel Zamkowy w Krasiczynie

Tipp: Die ehemalige Festung bestand aus einem 15 km langen inneren Wall und zwei weiteren äußeren Wehrgürteln mit 37 mächtigen Forts. Zahlreiche Bauwerke der ehemaligen Festung sind im Umkreis von 10 km um die Stadt zu Fuß und per Fahrrad auf ausgeschilderten Wegen erreichbar.

Tipp: In Krasiczyn liegt das reizvollste aller Renaissance-Schlösser Polens. 1592-1614 vom italienischen Architekten Galeazzo Appiani für die Familie Krasicki ausgebaut, besitzt es eine markante Silhouette. Die Anlage ist mit vier nach den Himmelsrichtungen ausgerichteten Grundmauern und mit vier ganz unterschiedlichen Türmen (Basteien) ausgestattet. Die Basteien tragen die Namen Gottesbastei, Papstbastei, Königsbastei und Adelsbastei.
Ein Torturm führt auf den Arkadenhof dessen Fassade mit Sgraffitomotiven der Adelsfamilien und der polnischen Könige ausgemalt ist. Andere Teile der Fassade sind von antiken und Jagdmotiven aufgelockert oder mit geometrischen und anderen Mustern bemalt. Besonders wertvoll ist die im Innern der Gottesbastei gelegene Kapelle mit Malereien in der Kuppel. Umgeben ist das Schloss von einer weitläufigen Parkanlage mit zahlreichen einheimischen und ausländischen Gewächsen. Seit 1998 befindet sich im Nebengebäude ein komfortables Hotel, einige Zimmer des Hotels befinden sich im Schloss.

Tipp: In Ostrów geben die Handwerker bei der Besichtigung der Werkstätten gern Einblick in ihr Können. Zwar werden keine Führungen angeboten, doch stehen die Werkstätten jedem offen, vorausgesetzt man nimmt Rücksicht auf die Angestellten.

Zbigniew Bednarczyk, "Brog" genannt, ist einer der einflussreichsten Pfeifenhersteller von Przemyśl


Familie Elczynski verkauft bereits seit sieben Generationen die von ihnen gegossenen Glocken in alle Welt

Glocken- und Pfeifenmuseum/ Muzeum Dzwonów i Fajek
Der barocke Uhrturm beherbergt eine Sammlung von Glocken in allen Größen und ausgefallenen Pfeifen aus dem 17.-20. Jh. Von Terrasse auf der Turmspitze schönen Rundblick.

Franziskanerkirche/ Kośćioł Franciszskański
neobarockes Bauwerk mit riesiger Säulenfassade, im Innern barocke Ausstattung mit goldenen Altären und expressiv bewegten Heiligenfiguren, Holzskulpturen und Fresken von Lemberger Künstlern

Nationalmuseum/ Muzeum Narodowe Ziemi Przemyskiej
Im ehemaligen Palast des unierten Bischofs zeigt neben der Geschichte des Ortes und seiner religiösen Gemeinschaften u.a. Ikonensammlung aus dem 17./ 18. Jh.

Rynek
mit Bürgerhäusern, einige mit Laubengängen, andere mit ausgefallenem Fassadenschmuck

Griechisch-katholische Erzkathedrale/
Archkatedra geckokatolicka (vormals Jesuitenkirche)

ist seit 1991 die Kathedrale der Unierten, außen barock, innen byzantinisch mit einer großformatigen Ikonostase

Karmeliterkirche/ Kośćioł Karmelitow
trägt die Handschrift Galeazzo Appianis, des Hofarchitekten der Magnatenfamilie Krasicki mit sehenswerter geschnitzter Kanzel, bis heute von Unierten und Katholiken hart umkämpft.

Burg/ Zamek
ließ König Kazimierz III. 1341 errichten, heutige Gestalt aus der Renaissance mit mächtigen Rundtürmen und schrägen Stützmauern, dient im Sommer dem Stadttheater, Cafe-Terrasse und weite Parkanlage

Park Krajobrazowy Pogorza Przemyskiego

Veranstaltungen:

Gesamtpolnisches Festival der Straßenkapellen

Flusstaufe
Ritus jener Ukrainer, die halbnackt in den eiskalten San steigen

Fest des heiligen Vincent
zu Ehren des Stadtpatrons

Übernachtung:

Hotel Zamkowy w Krasiczynie (Im Schloss Krasiczyn)
Das Renaissanceschloss bietet einen außergewöhnlichen Rahmen für einen Aufenthalt. Zimmer und Leistungen sind äußerst luxuriös


Hotel Europejski
2003 eröffnet in einem renovierten Bürgerhaus gegenüber dem Bahnhof


Jugendherberge Matecznik
Herberge in altem Bürgerhaus mit Mehrbettzimmern, 54 Plätze ganzjährig


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Tourentipp

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Mit dem Stadtbus Nr. 40 zu erreichen
Öffnungszeiten:
Mai-November:
stündlich Führungen
von 09.00-17.00 Uhr,
Januar-April:
Führungen um 09.00, 11.00,
13.00, 15.00 Uhr,
Eintrittspreise:
6,00 PLN






Ostrów 324,
Tel. 0048/ (0)17/ 67 10 840



Odlewnia Zwonow
Janusz Felczynski,
Ostrów,
Tel. 0048/ (0)17/ 67 07 352

ul. Wladycze 3,
Öffnungszeiten:
Di.-Sa. 10.30-17.30 Uhr,
So. 11.00-19.00 Uhr,
Eintrittspreise:
5,00 PLN

ul. Franciszkańska

pl. T.Czackiego 3,
Öffnungszeiten:
Di./Fr. 10.30-17.30 Uhr, Mi. Do./ Sa./ So.
10.00-14.00 Uhr,
Eintrittspreise:
6,00 PLN

ul. Katedralna

ul. Karmelicka

Öffnungszeiten:
Di.-So. 10.00-17.00 Uhr

Infobüro
ul. Wybrzése Ojca Świętego Jana Pawła II 24,
Öffnungszeiten:
Mo.-Fr. 09.00-15.00 Uhr



Mai

Ostern


August



Tel. 0048/ (0)16/ 67 18 321, Preise: 210,00 PLN im Hotel,
230,00 PLN im Schloss
zur Website


ul. Sowińskiego 4,
Tel. 0048/ (0)16/ 67 57 100,


ul. Lelewela 6,
Tel. 0048/ (0)16/ 67 06 145